Sonntag, 29. März 2026

Das Flüstern der Wälder

 

 

Das ist der schönste Film, den ich seit vielen Jahren gesehen habe. Der französische Dokumentarfilmer Vincent Munier begleitet mit der Kamera seinen Vater Michel Munier durch die Wälder der Vogesen, wo beide zu Hause sind. Vor vielen Jahren hat Michel Munier einen Auerhahn gesehen, den Vogel, der seit der Eiszeit in den Vogesen zu Hause und jetzt nahezu ausgestorben ist. Die Wehmut über die sterbende Natur durchzieht den ganzen Film, und doch ist er voller Hoffnung. Von seinem Vater hat Vincent Munier gelernt, still zu sein, zu lauschen und zu sehen. "Die Welt wird nicht an einem Mangel an Wundern sterben", sagt Vincent Munier, "sondern an einem Mangel an Staunen."

Und so folgen wir drei Generationen von Muniers - Sohn Simon ist auch dabei und wird seine erste Nacht im Wald verbringen - durch die Wunder der Natur. Eulen lugen aus Baumhöhlen, Spechte hacken, Hirsche kämpfen und ein Luchs schleicht sich an. Tiere haben ein untrügliches Gespür dafür, welchen Menschen sie trauen können.

Dieser Film ist atemberaubend schön, und er macht glücklich. Den Trailer findet ihr oben - einfach draufklicken -, und wem er nicht angezeigt wird, findet ihn hier (klick).

Sehr schön ist ein Bericht über den Film, der ein Gespräch mit Vincent Munier enthält, in "TitelThesenTemperamente" in der ARD-Mediathek: hier (klick)-

 "Ich möchte der Krise der Sensibilität etwas entgegensetzen", sagt Vincent Munier dort, und dass er hoffe, sich mit diesem Film auf den Tod seines Vaters vorbereiten zu können. Und während ich ihm zuschaue, weiß ich, was mich ebenso fasziniert wie die Naturaufnahmen: Es sind die offenen, warmen Gesichter dieser drei Menschen. Ja, Tiere wissen, wem sie vertrauen können.

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