Donnerstag, 3. Dezember 2020

Im sensiblen Schwebezustand

 

Wie finden wir jetzt die stimmige Balance zwischen Rückzug und Kontakt, zwischen unserem Wunsch nach Freiheit und der Verpflichtung zur Verantwortung für die Gemeinschaft? Es geht um mehr als um die Frage, mit wem und mit wie vielen Menschen wir Weihnachten und Silvester feiern sollen. Unsere Gefühle und Emotionen richten sich eben nicht nach Fallzahlen; wir haben Bedürfnisse und Sehnsüchte, die nicht in die verordneten Maßnahmen passen. Und wie soll das alles weitergehen, im nächsten Jahr, in den nächsten Monaten. Wir sind verunsichert.

Wie gut, dass wir verunsichert sind!

Das Magazin Ursache\Wirkung, für das ich regelmäßig schreibe, befasst sich in seiner neuen Ausgabe mit dem Thema "Balance finden". Hier ein kleiner Auszug aus meinem Beitrag "Sensibel im Schwebezustand", in dem ich erzähle, warum alle Menschen von uns Hochsensiblen lernen können, was Balance ist:

"Jeder Mensch muss sich mit dem Thema Balance auseinandersetzen. Während ein Hochsensitiver zu viel aufnimmt, bemerkt ein Nichthochsensitiver oft zu wenig. Wer die Emotionen seiner Mitmenschen übersieht, hat ein mindestens so großes Problem wie jemand, der von ihnen überschwemmt wird. Und dann verharrt man in einem Zustand der Unkreativität. In einem Rundfunk-Feature über den freien Willen sprach ich einmal mit dem inzwischen leider verstorbenen Quantenphysiker Hans-Peter Dürr, der eine große Sympathie für den Buddhismus hegte. Er sagte, Lebendigkeit verlange, sich in Unsicherheit zu begeben, 'positiv ausgedrückt, in einen sensiblen Schwebezustand. Gerade dort, wo wir uns am unsichersten fühlen, sind wir am lebendigsten und kreativsten.'"


 

Gute Autoren beleuchten in der Ursache\Wirkung 114 das Thema Balance aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Lesenswert. Man findet das Magazin in gut sortierten Buchhandlungen oder hier (klick)  


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