Montag, 16. September 2013

Meine "Ermutigung zum Eigensinn" jetzt in der 2. Auflage


Was ist der Sinn meines Lebens? Wie kann ich ihn finden? Das Althochdeutsche sinnen beruht auf der indogermanischen Wurzel von "gehen, reisen, fahren", was wiederum bedeutet "eine Richtung nehmen, eine Fährte suchen" (Duden Herkunftswörterbuch). Wie wunderbar klar doch die deutsche Sprache ist! Sie sagt unmissverständlich: Den Sinn des Lebens kann dir niemand geben, du musst ihn selbst erwandern, selbst "erfahren".

Deshalb sind die Wanderer auf dem eigenen Weg "Eigensinnige": Sie geben sich mit Antworten, die für andere gut funktionieren, nicht zufrieden, und sehen oft Probleme, wo andere Menschen sich wohlfühlen, Eigensinnige sind weder in der Wirtschaft noch in der Politik und schon gar nicht in Religionen gern gesehen. Wanderer auf dem eigenen Weg setzen sich nicht geistig in Überzeugungen zur Ruhe. Sie wissen: Beim Gehen verändert sich jede Landschaft. Sie wandern mit offenen Sinnen und wollen selbst sehen, hören und riechen.

Für all diese geduldigen, mutigen und oft einsamen Wanderer durchs Leben habe ich diesen kleinen Reiseführer geschrieben: über symbolische Abgründe und Gipfelbesteigungen, die Öde der Alltagswüste, das gelegentliche Sichverirren im Labyrinth - und die Frage, wie man da wieder herausfindet.

Margrit Irgang "Geh, wo kein Pfad ist, und hinterlasse eine Spur. Ermutigung zum Eigensinn", ISBN 978-3-451-06111-0, Herder Verlag, 8,95 €

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