Samstag, 26. April 2014

Ein Frühlingsmorgen um halb fünf ...


... in einer Zeit der intensiven Beschäftigung mit dem Tod - der Text, den ich schreibe, handelt vom Tod, drei Bücher, die ich für den Rundfunk rezensiere, handeln vom Tod, Freunde und Freunde von Freunden sind schwer krank -, in dieser Zeit wache ich auf um halb fünf, und in die Morgenstille hinein ruft vom Waldrand her der Kuckuck.

Und ich denke nicht an den alten Kinderreim "Kuckuck, Kuckuck, sag mir doch, wie viele Jahre hab ich noch", ich schüttle auch den Geldbeutel nicht, weil mir die mir noch verbleibenden Jahre und das Geld schon lange egal sind.

Ich liege nur in der warmen Morgenfrühe - die Balkontür weit geöffnet, weil der Frühling im Breisgau schon fast ein Sommer ist - und denke: Frühling. Bald Sommer. Nachher Kaffee und Katzenbesuch.

Ein weiterer leuchtender Frühling für mich.

Wer sich ernsthaft mit dem Tod befasst, begreift: Alles ändert sich schnell. Am Leben zu sein ist nicht selbstverständlich.
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