Samstag, 21. Mai 2016

Die Welt von oben


Es gibt Tage, an denen ich die Welt von oben betrachten muss. Weil unten auf einmal alles so eng wirkt, zu viele Zäune, Mauern, Häuser. Von allem zuviel. Oben gibt es von allem sehr wenig, das tut mir gut. 1 großer Vogel, der hoch oben im Blau seine Kreise zieht. Am Horizont 1 Burg. 1 Wanderer mit Hund. Die Weinberge: sehr überschaubar. Noch keine Reben und deshalb keine Selbstschussanlagen. Dazwischen fließt was, das erst ein Bach werden will - ein noch nicht erwachsenes Wässerchen. Weit unten in der Ebene schnürt ein Motorradclub über die Landstraße, ihre Mitglieder gleichmäßig aufgefädelt wie eine Kette, jeder Motorradfahrer eine schwarze Perle. Im Osten hinten im Dunst Berge mit Schneemützen. Ich weiß nicht, wie die Berge heißen.

Und das ist die eigentliche, die ganz große Freiheit: das Nichtwissenmüssen und Einfachnurschauendürfen.

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