Dienstag, 12. November 2019

Absichtslosigkeit



Ich ging auf meiner Straße so für mich hin. Ich bin nicht Goethe im Wald, meine Straße ist eine ganz gewöhnliche Vorortstraße, die Häuser sind aus den Siebzigern, nun ja, dort suche ich nichts, weil ich nicht erwarte, irgendwas zu finden. Und dann ein kleiner Wind, ein Huschen, ein grünes Getrudel ...

Warum ich das Zen so liebe? Weil es seine Schüler anweist, absichtslos zu sein. Nichts zu suchen, nichts zu erwarten, eine große innere Weite herzustellen, einen vorsprachlichen Raum der reinen Wahrnehmung, einen Raum, in dem nur gespürt, gehört, gesehen wird. Ein Raum, in den alles hineintrudeln darf, was ein kleiner Wind gerade so mit sich trägt. Und es wird gesehen. Bestaunt. Gewürdigt. Gefeiert.

Was Grünes an einem grauen Tag auf dem grauen Asphalt.

Dies also ist mein Bild des Tages mit dem Titel "Warum ich das Zen liebe".


Kommentare:

  1. Das berührt mich. Danke für dein schönen Beitrag!

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  2. Birgit Buchholz i.d.N.13. November 2019 um 19:47

    Das passt wieder mal genau!!! Seit Jahren lese ich diesen Blog...und nun antworte ich auch mal öffentlich....Liebe Grüße Birgit

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