In einem Brief aus dem Jahr 1908 schreibt Rainer Maria Rilke an Sidonie Nádherný von Borutin über die großen Liebenden der Weltliteratur. Da streift er durch die Straßen von Paris, ein einsamer Passant, der erfüllt ist von seiner Lektüre, und die Pariser eilen vorüber und haben andere Dinge im Kopf. Und dann schreibt er den schönen Satz:
"Und manchmal ist das so heftig in meinem Herzen, dass ich meine, der Engel in mir bricht aus mir aus und Müh habe, ihn zu verhalten, damit er nicht plötzlich unter den Leuten zu leuchten beginnt."
Zu Ostern wünsche ich uns, dass all die Engel in unser aller Herzen ausbrechen und mitten in der Welt zu leuchten beginnen.
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