Samstag, 18. Juni 2016

Die Kinder der Kinder der Rose


"Die wern nix mehr", sagte die Marktfrau und schaufelte mir die Bauernrosen in den Arm, um vier am Nachmittag, bevor sie den Rest aus dem Eimer in den Abfall warf. Ich hinterließ eine Spur aus Rosenblättern auf dem Kopfsteinpflaster; als ich am Wagen ankam, standen nur noch die Samenkapseln auf den Stengeln. Und an den äußersten Enden winzig klein die Kinder der Kinder der Rose. Jetzt verlieren sie sich im Sherryglas. Die Enkelchen. Die nichts mehr werden, wie sie sagte.

Sie werden nicht aufgehen. Sie werden nicht blühen. Sie werden nicht duften. Sie werden nichts von dem tun, was wir von Rosen erwarten. Ihr Gelb und Mauve verblasst allmählich, ihre Blätter verwandeln sich in Pergament.

Sie sind einfach da. Sie sind. 

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