Samstag, 5. Dezember 2015

That vast unchanging expanse. Diese unermessliche, unwandelbare Weite.


"The conventional world view involves a constant state of evaluation and judgment. We're constantly saying to ourselves what should and shouldn't be, what we like and what we don't like. We can open the door and it could be raining, and we might say, "Oh gosh! I hate the rain! It shouldn't be raining!" At that moment, we are in opposition with reality. Reality ist simply that it is raining.

When our minds start to open, we're no longer in a constant state of evaluation and judgment. Naturally, then, our senses open - and we can really see what is before us. Our eyes open in a different way, our hearing opens in a different way, our emotions open, our hearts open to all of existence. We see how judging and condemning actually close our hearts and harden us to our experience of life and others. Open-mindedness allows you to embrace the nature of your experience. This doesn't mean that you have to like every experience that you have. There are experiences that are painful, there are experiences that are unpleasant. Open-mindedness doesn't mean that you're just opening to the good parts of life, it means you're opening to everything. And this is when you start to discover a type of inner stillness, an inner stability, that vast unchanging expanse that is at the heart of everything."

Adyashanti 

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"Die konventionelle Weltsicht beinhaltet ständiges Bewerten und Beurteilen. Wir erzählen uns dauernd selbst, was sein sollte und nicht sein sollte, was wir mögen und nicht mögen. Wir öffnen die Tür, es regnet, und wir sagen, "Mist, ich hasse Regen! Es sollte nicht regnen"! In dem  Moment sind wir im Widerstand gegen die Wirklichkeit. Die Wirklichkeit ist einfach der Regen.

Wenn unser Geist sich zu öffnen beginnt, sind wir nicht länger in einem ständigen Zustand des Bewertens und Beurteilens. Deshalb öffnen sich unsere Sinne, und wir können wirklich sehen, was wir vor uns haben. Unsere Augen öffnen sich auf andere Weise, unser Hören öffnet sich, unsere Gefühle öffnen sich, unser Herz öffnet sich der ganzen Existenz. Wir sehen, wie sehr Bewerten und Verurteilen unser Herz verschließen und uns gegenüber der Erfahrung des Lebens verhärten. Geistige Offenheit erlaubt dir, die Natur deiner Erfahrung anzunehmen. Das heißt nicht, dass du jede Erfahrung mögen musst. Es gibt schmerzhafte und unangenehme Erfahrungen. Geistige Offenheit bedeutet nicht, dass du dich nur den guten Seiten des Lebens öffnest - sie bedeutet, sich allem zu öffnen. Dann beginnst du, eine besondere innere Stille, eine innere Stabilität zu entdecken. Diese unermessliche, unwandelbare Weite, die am tiefsten Grund von allem liegt."

Adyashanti

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