Donnerstag, 11. Dezember 2014

Auf den Schwingen des Windes zurück in diesen Augenblick


(Das Zurückkehren in den gegenwärtigen Augenblick ist die grundlegende Meditationsanweisung; man kann sie gar nicht oft genug hören. Jede Lehrerin, jeder Lehrer findet dafür eigene Formulierungen; hier ist die der amerikanischen buddhistischen Nonne Pema Chödrön:)

"Wenn wir an Gedanken und Erinnerungen haften, hängen wir am Ungreifbaren. Wenn wir diese Phantome aber einfach berühren und wieder loslassen, können wir Raum entdecken, eine Lücke im Geschwätz, einen Schimmer des klaren Himmels. Damit nehmen wir unser Geburtsrecht in Anspruch. Wir treten das Erbe unserer eingeborenen Weisheit an, der überwältigenden Entfaltung ursprünglichen Reichtums, angeborener Offenheit, der ursprünglichen Weisheit selbst. Alles, was dann noch nötig ist, ist, unabgelenkt in der unmittelbaren Präsenz zu ruhen, im Hier und Jetzt. Und wenn wir von Gedanken, Wünschen, Erwartungen und Befürchtungen abgelenkt werden, kehren wir einfach wieder und immer wieder in den gegenwärtigen Augenblick zurück.

Hier sind wir. Wir werden davongetragen wie vom Winde verweht, und wie auf den Schwingen des Windes getragen, kehren wir wieder zurück. Wenn ein Gedanke zu Ende und der nächste noch nicht entstanden ist, können wir in dem sich auftuenden Raum ruhen. Wir üben die Rückkehr in das unveränderliche Herz des gegenwärtigen Augenblicks. Das ist die Quelle jedes Mitgefühls und aller Inspiration."

Pema Chödrön
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