Freitag, 27. Dezember 2013

SWR 2: Hellerau

Foto: Carsten Vogel

Kafka, Rilke und George Bernard Shaw besuchten die Festspiele. Emile Jacques-Dalcroze lehrte Rhythmik, und seine Schülerinnen Mary Wigman und Gret Palucca entwickelten daraus ihren Ausdruckstanz. Architekten wie Richard Riemerschmid und Hermann Muthesius bauten die Häuser, und A. S. Neill gründete dort seine später nach Summerhill übergesiedelte alternative Schule: Hellerau in der Dresdner Heide wurde 1909 als erste deutsche Gartenstadt gegründet, ein Gesamtkunstwerk aus Handwerk, Architektur, Kultur und gesundem Leben. Und alles begann mit Möbeln, nämlich mit den Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst und ihrem Besitzer Karl Camillo Schmidt, der für seine Arbeiter gesunde Lebensbedingungen schaffen wollte. Während der Nazizeit war das Festspielhaus eine Polizeischule, später sowjetische Kaserne.

Was geschieht in Hellerau heute? Sehr viel!

Ich habe mit den Menschen gesprochen, die den Gedanken von Hellerau auf zeitgemäße Weise interpretieren, und ein einstündiges Hörfunk-Feature darüber gemacht:

"Herzbewegende Zeit des Aufbruchs. Das Gesamtkunstwerk Hellerau früher und heute". SWR 2, Sonntag, 29. Dezember 2013, 14.05 Uhr.

Das Feature kann nach der Sendung  angehört werden hier auf der Webseite des SWR.
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